München BSB, Clm 4660

Benediktbeurer Handschrift (Codex Buranus)

Bairisch, an der Grenze zum italienischen Sprachgebiet (Seckau? Neustift?), um 1230

Kernbestand der Handschrift ist eine umfangreiche Sammlung lateinischer Lieder (›Carmina Burana‹). Sie ist großformatig, illustriert und neumiert. Die Texte, die verschiedenen Gattungen zugehören, überliefert sie anonym, unter ihnen auch einzelne Strophen deutscher Minnesänger.

CB 135 eröffnet eine Großgruppe innerhalb von M: Lieder über das Liebesverlangen mit abschließender deutscher Strophe.

Für die Formanalyse der lateinischen Strophen wird das von Dieter Schaller entworfene Beschreibungssystem verwendet (vgl. Schaller, S. 9ff.). »Gezählt werden die Silben jedes Verses und jedes durch Zäsur abgetrennten Versteils. (...) Trägt die letzte Silbe Nebenton (z. B. cogitàt), folgt auf die Zahlangabe ein Akzent (')« (CB/V). Abweichend von Schaller markieren /, // und //R Strophenunterteilungen. Die Rhythmusanalyse wird jedoch durch senkrechten Doppelstrich (‖) von der Reimanalyse getrennt dargestellt.

Digitalisat; Wissenschaftliche Beschreibung; Handschriften­census; Forschungsliteratur zum Codex (BSB München)

Handschriften

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61r

Virent prata hiemata (Namenl/61r/2)

CB 151
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68r

Hebet sydus leti visus (Namenl/68r)

CB 169
81r

Transiit nix et glacies (Namenl/81r/2)

CB 113