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Überlieferung: Die Strophe ist (mit minimalen Abweichungen im Textbestand) in C sowohl im Rugge- als auch im Reinmar-Korpus überliefert sowie im Rugge-Korpus in B. Von MF/MT wird sie mit C Rugge 1–3 et al. sowie C Rugge 4 et al. zu einem Wechsel zusammengefasst., allerdings mit der Strophenfolge C Rugge 1–3 et al., C Rugge 29 et al., C Rugge 4 et al. Liedzusammenhang, Strophenordnung sowie die Frage der Zuschreibung an Reinmar oder Rugge wurden von der Forschung unterschiedlich bewerten (für eine Übersicht vgl. MF/MT im Apparat).
Form: 2a+.2b .4c .4d / .2a+.2b .4c 4d // .4e .4e .4b .4x .4b
Es liegt eine elfversige Stollenstrophe vor. Mit den Binnenreimen entspricht die Form der von C Rugge 3 et al., wobei der Abgesang hier, anders als dort, an den Aufgesang anreimt und keine Auftakte in V. 1 und 6 vorliegen.
Inhalt: Frauenstrophe.
Aufgrund der geschilderten Situation ist das Ich, trotz fehlendem pronominalen Hinweis, als weibliche Sprecherin zu identifizieren (vgl. dazu auch Köhler, S. 36): Sie drückt die Freude am Kommen ihres Geliebten aus; gleichzeitig befürchtet sie auch das damit verbundene Leid bei der sich anschließenden Trennung. Aufgrund der konjunktivischen Formulierungen bewegt sich das Gesagte zwischen persönlicher Betroffenheit und Allgemeingültigkeit (vgl. auch V. 8 mit dem Verweis auf das, was wise lu̍te muͤssent jehen [C Reinm 206]).
Sandra Hofert