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Überlieferung: Die fünf Strophen sind unikal in C überliefert; sie eröffnen das Korpus des Walther von Klingen.
Form: 4-a 1-a+4b / 4-a 1-a+4b // 4b 4-a 4b
Es liegen siebenversige, durchgereimte Stollenstrophen vor. Mit den übergehenden Reimen in den V. 1 : 2 sowie 3 : 4 wechseln im Aufgesang vier- und fünfhebige Verse. In IV,2 sind übergehender Reim und Endreim grammatisch miteinander verbunden.
Inhalt: Minneklage, die durch wiederholte direkte Anreden an die Geliebte (und einmal ausdrücklich Frau Minne) geprägt ist.
Das Lied setzt mit einem Natureingang ein, der reduziert ist auf einen einzeiligen Verweis auf den Wandel der Jahreszeit. Da die Richtung dieses Wandels offenbleibt, bleibt auch offen, ob der Natureingang parallel oder im Kontrast zum folgenden Minnethema steht. Die Anrede an die personifizierte Minne prägt die mittlere Strophe. In der vierten Strophe wird mit der Anrede explizit Gegenseitigkeit eingefordert (froͤide, du̍ ist an uns beiden, IV,3), und zwar mit einer auffälligen Kleidungsmetaphorik: Sie möge ihn in ein Freudenkleid hüllen. In der letzten sowie in der zweiten Strophe, die beide auf eine direkte Anreden verzichten, ist die Dringlichkeit seiner Bitte gesteigert durch die Todessemantik.
Sandra Hofert