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Überlieferung: Das Lied ist unikal in E unter her reymar überliefert (Nachträge z2). Die Zuschreibung an Reinmar wurde insbesondere von der älteren Forschung angezweifelt (eine Übersicht über die Forschungspositionen gibt Tervooren, S. 153). Maurer, S. 92f., schreibt es Reinmar zu.
Form: 3-a 4b / 3-a 4b // 4c 8c
Es liegen sechsversige Stollenstrophen vor. Die Versfüllung wirkt relativ frei, in I,6 sind zwei beschwerte Hebungen (érè, fráudè) anzusetzen, II,2 wirkt daktylisch, III,5 ist unterfüllt. I,3 und II,5 haben Auftakt, IV,2 hat doppelten Auftakt.
Inhalt: Minneklage, die als Gegenwartsklage beginnt.
Resignierend schilt das Ich die Unbeständigkeit der Welt. Der Sprecher will richtig handeln, doch lassen das viele nicht zu (vgl. Str. I). Viele Leute sieht das Ich nur ungerne, doch guten Frauen erweist es Ehre – der Einzigen wegen, die ihn vom Leid erlösen wird (vgl. Str. II). Die Klage boͤser luͤte (III,6) kann dem Ich nicht schaden! So endet das Lied zuversichtlich: Sollte das geschehen, daz noch rehte wol geschehen mac (IV,2) – dass die Eine ihn erhört? –, dann wird er nie mehr trauern.
Sandra Hofert