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Walther von der Vogelweide, ›Ich enweis, wem ich gelichen muͦs die hovebellen‹
C Wa 330 (326 [342])
 C Wa 330 (326 [342]) = L 32,27; RSM ¹WaltV/9/6c
Überlieferung: Heidelberg, UB, cpg 848, fol. 140ra

Kommentar

Überlieferung: Die Spruchstrophe ist in A, B und C überliefert. Von der annähernd wortgleichen Überlieferung in AC weicht B signifikant ab. Anders als C Wa 325 et al. und C Wa 326 et al. liegt dieser Strophe in C (wie auch C Wa 327 et al., C Wa 328 et al. und C Wa 329 et al.) eine A-ähnliche Quelle zugrunde (vgl. dazu im Detail Kornrumpf, bes. S. 68–74).

Form: 6-a 7-a / 6b 7b // 6-c 5-c 7d / 6d 5d 7-c, siehe Tonkommentar.

Bei AC V. 3 kommt es zu Hebungsprall (hér múse); in B ist der Vers überfüllt. In AC V. 10 muss die erste Hebung auf wáz liegen, damit er nicht überfüllt ist.

Inhalt: Der Sprecher vergleicht verleumderische Höflinge mit Mäusen, die sich durch Schellengeklingel selbst verraten; die höfliche Anrede der Schmarotzer gegenüber ihren Herren sei wie Geklingel aus einem Mäuseloch. Da er vergelten will, dass andere am Hof des ›Kärntners‹ (Herzog Bernhard II. von Kärnten, siehe Jaksch, S. 52; vgl. auch C Wa 329 et al.) den eigenen Sang verdreht haben, fordert der Sprecher diesen dazu auf, die Schuldigen ausfindig zu machen – und den tatsächlichen Wortlaut seines Lieds zu erfragen.

Sarah Hutterer

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