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Ulrich von Baumburg, ›Truͦtz, trutz, truͦtz‹
k₂ Baumb 1
Ik₂ Baumb 1 = SMS 28 7 I
Überlieferung: Kassel, Universitätsbibliothek, 2° Ms. iurid. 25, fol. 264v
k₂ Baumb 2
IIk₂ Baumb 2 = SMS 28 7 II
Überlieferung: Kassel, Universitätsbibliothek, 2° Ms. iurid. 25, fol. 264v
k₂ Baumb 3
IIIk₂ Baumb 3 = SMS 28 7 III
Überlieferung: Kassel, Universitätsbibliothek, 2° Ms. iurid. 25, fol. 264v

Kommentar

Überlieferung: Die drei Strophen sind unikal in k2 unter Vlricꝰde bovinb͛g armig͛ überliefert.

Form: 1a+0a+1a 5-b 6-b 5c / 1d+0d+1d 5-e 6-e 5c // 5c 5f 1g+0g+1g 5-h 6-h 5f

Es liegen vierzehnversige Kanzonen­stro­phen mit drittem Stollen vor: Das Abgesangsende wiederholt einen Stollen des Aufgesangs; der Steg reimt an den Aufgesang sowie den dritten Stollen an. Der erste Vers ist in allen Strophen identisch.

Inhalt: Stark durchformte Minneklage mit Natureingang. Jede Strophe setzt mit einem dreifachen Trutz-Ausruf ein.

Im Natureingang steht der Gesang der Nachtigall im Mittelpunkt: Kein Vogel ist wegen seines Gesanges mehr zu rühmen als sie, so die erste Strophe. Sie singt, wenn die anderen Vögel schweigen, und kann mit ihrem Gesang das Leid vertreiben, bevor der Winter kommt. Diesen im Gesang verkörperten Frühlingsfreuden setzt der Sprecher sein eigenes Leid entgegen (vgl. Str. I).

Parallel zum Lob der Nachtigall preist er in der zweiten Strophen die Frauen als Quelle von Freude und Ehre und hofft, dass auch seine Dame ihm Gnade erweisen und sein Unglück abwenden wird.

Dass sie sich nur ihm gegenüber nicht angemessen verhält, ist das Einzige, was er ihr vorwirft, so der Sprecher in der dritten Strophe. Doch relativiert er den Schuldvorwurf: Der haz (III,11) hat ihn ihrer Huld beraubt, und so rächt er sich an ihm mit einem Fluch: daz sin wille nymmer an liebe ergehe (III,14).

Sandra Hofert

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