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›Audientes audiant‹
M Namenl/95r/2 1
I
IM Namenl/95r/2 1 = CB 218,1
Überlieferung: München, BSB, Clm 4660, fol. 95r
M Namenl/95r/2 2
II
IIM Namenl/95r/2 2 = CB 218,2
Überlieferung: München, BSB, Clm 4660, fol. 95r
M Namenl/95r/2 3
III
IIIM Namenl/95r/2 3 = CB 218,3
Überlieferung: München, BSB, Clm 4660, fol. 95r
M Namenl/95r/2 4
IV
IVM Namenl/95r/2 4 = CB 218,4
Überlieferung: München, BSB, Clm 4660, fol. 95r

Kommentar

Überlieferung: unikal in M.

Form: Lateinisch-deutsches Mischgedicht. Neben CB 185 das einzige Lied der Sammlung, in dem lateinische und deutsche Verse im regelmäßigen Wechsel stehen (mit Ausnahme von IV,1–4). In modifizierter kuhnscher Formelsprache:

4a 4a 4b 4b 4c 4c 4d 4d

Die Auftaktgestaltung ist frei. Unreine Reime sowie Vokaldehnungen oder -kürzungen sind häufig.

Inhalt: Zeitkritisches Lied über das Laster der Habgier und des Geizes. Die fremdsprachlichen Teile unterstreichen wohl die satirisch-parodistische Wirkung (Müller, S. 94).

Sayce vermutet im Schreiber h2 den Autor des Liedes, worin Drumbl ihr folgt. Anspruchslosigkeit der Verse, französische Wortformen (III,8) sowie die Stellung im Codex sprächen dafür: Das Lied bildet den Abschluss der Schreibertätigkeit von h2 innerhalb der Handschrift. h2, dessen Muttersprache Französisch sei, hätte mit dem Lied den Stolz auf diese sowie auf sein mehrsprachiges Umfeld zum Ausdruck bringen wollen (vgl. Sayce, Drumbl, S. 349f.). Dagegen mit gewichtigen Argumenten Knapp.

Theresa Höf‌le / Florian Kragl

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