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Überlieferung: in M. Die deutsche Strophe ist zudem in A unter Gedrut als Anfangsstrophe eines vierstrophigen Liedes überliefert, in C unter Reinmar als dritte Strophe eines fünfstrophigen Liedes, schließlich anonym als Anfang eines fünfstrophigen Liedes in x1. Schumann streicht Str. III, er hält sie aufgrund von Unregelmäßigkeiten des Reims, Inhalts und der Silbenzahl für unecht (vgl. CB/HS). Gegenteilig argumentieren u. a. Ashcroft, S. 622 und Vollmann (vgl. CB/V). Die deutsche Strophe steht formal und thematisch in Zusammenhang mit Walthers ›Sumerlatenlied‹ C Wa 259–263 et al. (vgl. Ashcroft, S. 620).
Form (lateinische Strophen): 9' 8' / 9' 8' // 7' 5 9' ‖ ab ab cxc
Unreine Reime in Str. III; überzählige Silben in III,7.
Form (deutsche Strophe): .5a .4b / 5a .4b // .3c .2-x 5c
Kanzonenstrophe. Die lateinischen Strophen und die deutsche Strophe sind baugleich.
Inhalt: Die in den Carmina Burana auch sonst häufige Kriegsmetaphorik der militia Veneris (z. B. CB 144,3; 162,4; 182) wird in CB 166 liedbestimmend. Die lateinischen Strophen deuten das Thema jedoch im Sinne des höfischen Minnekonzepts: Die aus der Diskrepanz des Dienst-Lohn-Verhältnisses (I) logisch folgende Aufkündigung des Dienstes wird (wie im Minnesang, besonders jenem Reinmars üblich) im Modus der revocatio zurückgewiesen. Hoffnung mischt sich ins Leid (III). Noch einmal bekennt sich das Ich energisch zu seinem Dienst, diesen als kühn-furchtlose Tat stilisierend (IV).
Die deutsche Strophe führt die ›reinmarsche‹ Stimmung, nur lose aber die Thematik der lateinischen Strophen fort. Verbindend ist die Zuversicht im Leid. Neu dazu kommen die Leute, deren Frohsinn das Leid des Ichs konterkariert und die seinen Trauerhabitus kritisieren.
Theresa Höfle / Florian Kragl